Realschule Wedemark präsentiert Ergebnisse
Wedemark (er). Die Lehrerin Brigitte Nickel-Lange der Theater Arbeitsgemeinschaft (AG) der Realschule Wedemark konnte am vergangenen Donnerstag 90 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10 zu einer bunten Vorführung auf der Bühne im Campus W des Schulzentrums begrüßen. Klassenweise wurden die erarbeiteten Beiträge vorgestellt und damit den zuschauenden Eltern, Freunden und Lehrern ein Einblick in die Ergebnisse eines Jahrgangs gegeben. Die Theater AG gibt es bereits seit 2006. Brigitte Nickel-Lange: „Ich konnte mir immer nur allein die wunderbare Arbeit der Schülerinnen und Schüler anschauen. Das wollte ich ändern. Nun sind wir zum ersten Mal in die Öffentlichkeit gegangen.“ Ein dickes Lob gab es schon vor dem ersten Akt für die Unterstützung durch die Technik AG.
Aufgeführt wurden Szenen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie sie die einzelnen Klassen in der Gymnastikhalle üben. Als Kulisse dienten wie bei den Proben jetzt auf der Bühne Turnmatten und mehrere Sprungkästen. „Der dramatische Rahmen kommt von mir, die Kreativität von den Schülern“, erklärte Brigitte Nickel-Lange.
Begonnen wurde mit der Klasse sechs, die verschiedene Situationen wie etwa einen Roboter außer Kontrolle oder einen Banküberfall in zehn bis zwölf Bewegungsschritten darstellten. Auch in dem Beitrag der siebten Klasse wurde noch nicht gesprochen. Sie haben sich mit Masken versehen und durch die nicht zu erkennende Mimik mussten die Themen noch besser herausgearbeitet werden. Es ging um Freundschaft oder das Verteilen von der Bank erpresstem Geld an Arme. Bei dem Beitrag der 8. Klasse war der Schwerpunkt „Körpertheater“. Sie haben Szenen aus „Wer weiß denn sowas“ oder „Bonny & Clyde“ vorgestellt. Die Klasse 9 hatte die Aufgabe eine szenische Interpretation eines Gedichtes zu spielen. Sehr eindrucksvoll ging es um das Ertrinken von Jemandem und die herausgearbeiteten Bemerkungen der Schaulustigen, ohne jegliche Anwandlung zu Hilfeleistungen. Das Thema der zehnten Klasse schließlich war die Umsetzung des Dramas von Max Frisch „Andorra“- „Die Welt in der ich leben werde“. Sehr gute Ideen von Rücksicht, Freundlichkeit und der Macht von Sprachchören wurden in diesem Beitrag thematisiert.
Es ist eine Freude zu sehen, was Schule zusätzlich zu dem „normalen“ Unterricht leistet. Die Schülerinnen und Schüler werden auf unkonventionelle Weise mit Themen konfrontiert, die eine ganz andere Auseinandersetzung erfordern. Viel Spaß und natürlich Aufregung war zu spüren und der Funke ist bei der Aufführung wirklich übergesprungen.

(aus: Wedemark Echo vom 8.4.2019, geschrieben von Anke Wiese)