DSC_0793Am Donnerstag in der 6. Stunde wurde es nochmal ein wenig hektisch in den Fluren der Realschule.

150 Praktikanten aus dem 9. Jahrgang liefen durch die Gänge und wuselten mit Plakaten bewaffnet von Raum zu Raum, um den ihnen zugedachten Platz zu finden.

Das ist manchmal gar nicht so einfach, bedenkt man, dass die Schüler nicht wie gewohnt Klassenweise, sondern nach Berufsgruppen sortiert in den einzelnen Räumen untergebracht waren.

Im Raum angekommen mussten nun die einzelnen Stände aufgebaut werden. Jeder Schüler sollte an einem Tisch ausführlich sein Praktikum vorstellen. Zusammen mit einem selbst entwickelten  Infoplakat und einem berufstypischen Gegenstand sollten die Erlebnisse und Erfahrungen dargestellt werden. Da kommt es schon mal vor, dass ein Tierarzt mit einem sehr langen Handschuh für die Rektaluntersuchung einer Kuh in direkter Nachbarschaft zu einem Zahntechniker mit einem kompletten Gebiss sein Handwerk anschaulich vorführt.

Ab 17.00 Uhr begann dann die Ausstellung. Die Schülerinnen und Schüler der 8.Klassen strömten durch die Ausstellungsräume und quetschten die berufserfahrenen Schüler anhand eines vorbereiteten Fragebogens über ihre Praktikumserfahrungen aus, sahen sich ganze Autoteile oder elektrische Installationen. Manch einer staunte nicht schlecht, wie interessant das Betriebspraktikum seien kann und wie viele verschiedene Berufe es gibt.

Aber nicht nur Schüler waren als Aussteller aktiv, auch die ortsansässigen Unternehmen REWE-Zwingmann, Spedition Ebeling, Sennheiser, Enercity und die Hannoversche Volksbank waren mit Infoständen zum Thema Ausbildung und Praktikum vor Ort, hatten Auszubildende und ehemalige Schüler mit dabei. Hier konnten sich auch die Eltern der 8.- und 9.-Klässler ausgiebig informieren. Frau Becker von der Agentur für Arbeit hatte ihren Berufsberatungsstand natürlich auch wieder aufgebaut.

Besondere Unterstützung hatten die zwei Schüler, die ihr Praktikum bei der Polizei gemacht hatten. Unsere Kontaktbeamtin Frau Limbach kam in Uniform und stand mit ihnen zusammen Rede und Antwort an den Informationsständen – Fachmännischer kann eine Praktikumsinformation nicht sein.

Ein Wiedersehen gab es auch: Die Weiterführenden Schulen hatten Schüler aus ihren Klassen geschickt, die Eltern und Schülern aus erster Hand berichten konnten, wie es sich als Schüler auf der IGS, dem beruflichen Gymnasium oder einer BBS anfühlt. Nicht nur die Schüler freuten sich über diesen Besuch, auch für die ehemaligen Lehrer ist es immer ein Erlebnis, die meist positiven Rückmeldungen so geballt zu bekommen.

Alle Beteiligten zeigten sich an diesem vorweihnachtlichen Nachmittag zufrieden, besonders allerdings Organisatorin Mona Roth. Sie hielt für die beteiligten Kollegen kleine blaue Dankeskärtchen bereit, strahlte nach Ende der Veranstaltung und zog Bilanz: „Es fühlte sich gut an.“ – stimmt!