Erstmalig wurde die Realschule Wedemark mit einer 5. Klasse für das Projekt „Zeitgenössische Musik in der Schule“ ausgewählt. Alle zwei Jahre findet das Projekt mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Musikland Niedersachsen GmbH statt.

Die Workshops an der Realschule Wedemark leiteten Anne Bishof und Maximilian Guth, die das Thema „Horizontal-Vertikal, eine musikalische Auseinandersetzung über Maschinen und Natur“ mit in die Realschule brachten.

Die Schüler/innen setzten sich mit Fragen wie „Wie klingt die Natur?“, „Wie klingen Maschinen?“ auseinander und entwickelten Anhand dieser Leitfragen gemeinsam auf Grundlage der Komposition „Mécanique des passions“ von Maximilian Guth ihre eigenen Improvisationen, in denen Umwelt und Industrie als Gegenpole hörbar werden.

Die Imitation von Vogelrufen und weiteren Naturgeräuschen und die Darstellung von perkussiven Rhythmen auf den eigenen Instrumenten hat eine neue, vielschichtige Beziehung zum eigenen Instrument entstehen lassen. Die Blasinstrumente der Bläserklasse wurden hier zum Teil nicht im klassischen Sinne bespielt, sondern es wurden Klänge damit erzeugt, die zur Natur oder zu den Maschinen passten. So wurden z.B. die Klappen der Instrumente zur Tonerzeugung der Regentropfen genutzt und die Mundstücke der Trompete zu Rhythmen in der Maschinengruppe eingesetzt.

Die Schüler/innen entwickelten mit den beiden Dozenten gemeinsam mögliche formale, dramaturgische Kriterien für die Improvisation und erstellten ihre eigene Komposition „Spaziergang durch den Park“.

Ende Oktober präsentierte die Klasse ihr Komposition vor einem eingeladenem Publikum in der Realschule Wedemark.

Am 21. November ging es mit der Klasse 5b nach Hannover. Dort fand die gemeinsame Abschlusspräsentation im Freizeitheim Vahrenwald in Hannover mit allen beteiligten Schule statt. Jede Klasse konnte sein erarbeitetes Stück, sowie in einem kleinen Interview die Entstehung des Musikstücks vorstellen. Das Interview wurde von Frederike und Johann sehr professionell geführt, trotz der großen Aufregung. Die Natur- und Maschinengeräusche stellten Askhab und Felix während der Präsentation auf der großen Bühne gekonnt vor.

Nach der 2 stündigen Präsentation reiste die Klasse wieder nach Mellendorf zurück, im Gepäck viele Eindrücke von den zahlreichen Improvisationen und Kompositionen.